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Nächste Ukrainereise

Start: Donnerstag 28. September 2017

Rückkehr am Donnerstag 12 Oktober 2017

 

Das Programm - findest Du unter "AKTUELL" (Reiter oben).

Odessa: Anreise mit Flug oder mit Zug; Cherson, Askania Nova im Steppengebiet. Siwasch: Salzseen und Natur; Saporischia: Industriestadt am Dnjepr; Volnogorsk: Besichtigung Bergwerk, und zuletzt Kiev,  d i e  russische Stadt. 

Rückflug ab Kiev.

 

Wir reisen mit einem privaten Kleinbus und Zug. In Odessa und Kiev auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir werden eine kleine Reisegruppe sein. Die Kosten (um 1600 Franken) werden ad hoc errechnet.

Die Schwerpunkte der Reise bestimmen wir zusammen. (Sowjetarchitektur, Steppen und Flusslandschaften, Kultur und Küche, Märkte, Landwirtschaft im Aufbruch, ... )

 

Die aktuelle Situation in der Ukraine ist unproblematisch für eine Reise in die zentralen Gebiete. Kiev und Odessa sind ruhig und das Gebiet dazwischen sowie der Westen der Ukraine sind von den Wirren im Osten verschont geblieben. Die Leute in der Ukraine sind sehr froh um Besucher und die Hotels dankbar für jeden Gast.

 

Reisevorbereitungstreffen in Bern am 30. Juni 2017 (um 17.00 im Restaurant Grosse Schanze - über dem Bahnhof Bern).

Interessierte nehmen Kontakt mit mir auf 078 612 8 612. Ihr könnt die Reise mitgestalten.

 

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Kurzbericht der Testreise 4.-11. Mai 2015

 

Kiev: Unser Hotel Ukraine ist sehr gut gelegen. Das Hotel ist ein grosser Kasten mit sowjetischem Charme, das bis 2001 Hotel Moskau hiess. Es thront über dem Maidan, dem Platz, der letztes Jahr Geschichte schrieb und von dem wir weit über die Satellitenstädte hinaus in die riesige Ebene sehen können. Wir essen, immer an einem andern Ort, sehr günstig und meist in bester Qualität. Gault & Millau müssten hier auch mal Punkte verteilen.

Wir benutzen die U-Bahn, gehen zu Fuss oder auch mal mit dem Taxi. Einige Perlen in Fuss-distanz sind die Sophienkathedrale, das Opernhaus, das Kunstmuseum, das Michaelskloster (Mychajliwskyj), natürlich der Kreshatik (Kreshchatyk: Prachts-, Einkaufs- und geschichtsträchtige Strasse), der Bessarabia Markt. Sogar das Höhlenkloster Lavra oder die tiefere Altstadt mit dem Kontraktova Platz am Dnjepr erschliessen wir uns mit einem Spaziergang. Ich habe die Stadt nun schon ziemlich im Griff. Wir fühle und von Anfang an wohl und sicher und das zu jeder Tages und Nachtzeit.

 

Vinnytsia, Illintsi, Uman, Kamjanets-Podilski: Wir fahren mit einem vollbesetzten Zug nach Vinnytsia, wo uns Tetiana mit Chauffeur Anatoli abholt. Vinnytsia hat alte Zürcher Trams, die einen Blick in unsere Vergangenheit erlauben. Sie quietschen hier vielleicht noch lauter als damals in Zürich und sind immer noch blau-weiss. Wir bestaunen mit vielen andern eine Wasser- und Lichtschau, welche der heutige Präsident Poroschenko der Stadt bauen liess, als er hier Stadtpräsident war.

Wir besuchen Evgen, der uns stolz seine Pelletfabrik in einem Waldgebiet nahe Illintsi zeigt und besuchen einen kleinen Bauernhof mit Birnenobstanbau und viele Tieren.

 

Wir entschliessen uns, weil wir nur eine Woche Zeit haben, Odessa wegzulassen und besuchen Kamjanets-Podilskyj und eine Karsthöhle in der Nähe. Tetiana hat eine Führung organisiert und die Leute freuen sich sehr über die Besucher aus der Schweiz.

Die Stadt Kamjanets hat eine multikulturelle Geschichte und kommt uns vor, wie ein archäologischer Park. Diese Stadt liegt schon nahe an der Grenze zu Moldawien.

Strassen: Spannend, ja abenteuerlich ist es, durch die ländliche Ukraine zu fahren. Wir begegnen vielen Leuten die Kühe hüten, Pferdefuhrwerken und allerhand interessanten Fahrzeugen. Mich erinnern die mancherorts löcherigen Strassen an Afrika, obwohl überall Obstbäume blühen und die Strassen oft von Alleen gesäumt sind. Wir schlafen gut und günstig im Lehrerhaus von Illintsi, einer landwirtschaftlichen Schule und staunen über die Art wie dort gelehrt und gearbeitet wird und über den hohen Anspruch dem die Schule trotz wenig Geld genügt. Sie pflegt übrigens seit langen die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Biolandbau. 

Über die Autobahn, meistens ohne Leitplanken und mit Kreuzungen auf Niveau fahren wir nach 3 spannenden Tagen zurück nach Kiev. Wir kommen wieder.

 


 

Kurzbericht der Reise nach Polen vom Mai-Juni 2010

Von der Reise nach Krakau und Dukla bleiben Erinnerungen und eine mächtige Lust, wieder zu gehen. Die Reise stand unter dem Eindruck intensiver Regenfälle und schlagzeilenverursachender Hochwasser. Einzelne Programmpunkte sind ins Wasser gefallen, andere fanden mit nassen Schuhen oder auf einem versumpften Pfad statt. Die unglaubliche Wanderung durch den strömenden Regen bis zur Ukrainischen Grenze mein persönlicher Höhepunkt.

Krakau hat uns emotional berührt, ob im Regen oder an unserem letzten Abend, der sich sonnig und warm präsentierte. Der Markt mit der berühmten Tuchhalle und der Marienkirche oder das unglaubliche Salzbergwerk Wieliczka, das seit dem frühem Mittelalter unter dem kleinen, gleichnamigen Städtchen verborgen liegt waren phantastische Erfahrungen. Dort, weit unter der Erde erlebten wir eine spontane Choraufführung. Unwirklich schöne, sphärische Klänge, für die allein sich eine  Reise lohnen würde - zufällig, grossartig.

Dukla, das Tor zum leeren Raum am Ende der Welt, dem Andrzej Stasiuk sein ein wunderschönes Buch "Die Welt hinter Dukla" gewidmet hat. Dukla ist ein charaktervollens, lebendiges Städtchen mit schönem Dorfplatz und interessanten Bauten. Die Lesung aus Stasiuks Buch war denkwürdig.

Krasicyn, das märchenhafte Schloss stand fast am Ende unserer Reise. Dort haben wir gut gegessen und das Städtchen Przemysl besucht, wo man heisses Bier gegen Erkältung trinkt, ein Denkmal des Soldaten Schweik findet und dessen Namen auszusprechen mir nicht gelingen wollte.

 

Reiseleitung: Leszek Krudisz (Archäologe, Krakau) und Fredi Bieri (Geograf, Belp)

Text von Stasiuk