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KräheDenkmal für eine Krähe


Eine Krähe landet auf dem Flachdach einer Garage und schreitet auf eine Pfütze zu. Ich drehe mich zum Fenster. Schwarzblau denke ich und sehe gerade noch, wie sie sich zum Bade duckt, bevor der Zug in die Kurve geht. Beschäftigt hat sie gewirkt, elegant in der Landung, majestätisch im Schreiten. Das Bild der Krähe bleibt mir erhalten, zieht mitten in meine Seele: Ihre Landung, der unverzügliche, kurze Gang zur Pfütze, das Bad. Die Krähe ist einfach da, Teil der umfassenden Natur. Sie geht ihren "Geschäften" nach, selbstverständlich, ohne Frage, ohne Zögern, ohne Lohn und Anstellung. Sie erfreut den Menschen, der sie  s i e h t.

 

Ich will das auch: so selbstverständlich und fraglos durch die Tage fliegen - schreiten, wie diese Krähe. So unverfroren und ehrlich, so unschuldig, Sinnbild der Selbstverständlichkeit des Lebens.

Gute Krähe! Ich werde Dir ein Denkmal setzen. - Zufrieden fahre ich zur Arbeit.